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      • Von -ElCritico- Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von sonny1606
        Doch, ist genau dass was ich selbst immer wieder erlebe. Der BWL'ler denkt rein finanztechnisch, das ist seine Welt. Der Techniker (nicht Ingenieur) denkt rein technisch . Der Ingenieur denkt 50-70% technisch und den Rest allround: finanz, marketing....mit dem Blick für Zukunft und das grosse und grossen Visionen siehe steve jobs, gates.... Ingenieure sind oft allrounder mit guten Gefühl für alle zusammenh?nge, probleml?sungen..."Dem Insen?r ist nix zu schw?r"
        Reine BWLer sind gar nicht so verkehrt und sogar besser für normale Firmen und sogar IT Firmen, weil sie im besten Fall den Ingnieuren den Rücken frei halten, damit sie sich auf ihre Sache konzentrieren k?nnen. Das gilt aber nicht bei Techunternehmen, der CEO muss Ahnung haben. Das beste Beispiel zur Zeit ist Boeing, man sieht, was die BWLer dort veranstaltet haben.
      • Von Zappaesk Volt-Modder(in)
        Mit Verlaub, wieviele BWLer kennst du die CEO geworden sind? Und wieviele Ingenieure? Das ist doch hochgradig albern!

        Es gibt "die" BWLer nicht, genauso wenig wie "die" Ingenieure. Jeder tickt anders, jeder hat einen anderen Background, Motivation und Auffassungsgabe.

        Ich finde es nach wie vor erstaunlich, dass hier ein Haufen Leute - gr??tenteils sicherlich ohne eigene Führungsaufgaben und -erfahrung - meinen besser zu wissen wer sich als CEO für Intel eignet und wer nicht. Das ganze natürlich ohne den Mann zu kennen und ohne die in ihn gesetzten Aufgaben zu kennen, sondern alleine wegen seiner Ausbildung... Merkt ihr eigentlich gar nicht wie bekloppt das ist? Meint ihr nicht auch, dass der Vorstand und der Aufsichtrat von Intel sich ein wenig besser mit dem Ganzen auseinander gesetzt haben, nicht zuletzt weil sie den Mann kennen, dessen Erfahrungen und dessen Herausforderungen?

        Ich sage nicht, dass der Typ jetzt der geilste CEO aller Zeiten bei Intel ist, das muss man sehen, aber aufgrund der Tatsache, dass er kein Ingenieur ist dies zu prognostizieren ist h?chstgradig naiv und fernab der gelebten Realit?t in sehr vielen Technikfirmen.
      • Von PCGH_Torsten Redaktion
        Zitat von Zappaesk
        Soweit, so gut, aber Intel ist doch vor allem deswegen nur in M?rkten mit solchen Strukturen, weil sie eben alles was drumrum passiert ist schlicht verpennt haben. Z.B. der Mobilmarkt als riesiger "neuer" Markt ist weitgehend unbehelligt von Intel entstanden und gewachsen. Hier wurden, trotz Technikern an der Spitze, sich ver?ndernde Kundeninteressen und ein sich ver?ndernder Markt schlicht "übersehen".

        Natürlich kommt jetzt kein Wettbewerber aus dem Nichts und verdr?ngt Intel aus ihrem Kerngesch?ft. Aber es kommen neue Wettbewerber, die mit neuen Produkten Intel aus dem Markt dr?ngen k?nnten. ARM, RISC-V usw sind mittel und langfristig wirkliche Konkurrenz, die auch davon profitieren, das Intel eben nicht wirklich so innovativ ist wie sie ggf sein müssten um diese Gefahr zu bannen.
        Intel hat in diesem Jahrzehnt mehr Geld ausgegeben, um ARM im Schach zu halten und sich wenigstens einen gr??eren Teil des Tablet-Marktes zu sichern, als AMD insgesamt umgesetzt hat. Ebenso laufen massive, bislang erfolgreiche Anstrengungen, um ARM aus dem Server-Markt raus zu halten und gleichzeitig Power zu verdr?ngen, w?hrend Xeon Phi den Durchmarsch von CUDA im Keim erstickt hat. Parallel hat man sich an externen Schnittstellen, Solid-State-Speicher, Modems, Funkl?sungen, FPGAs, SEHR viel IoT/Microcomputing sowie als Partner bei der Entwicklung von Speicherbussen versucht. Einiges davon ist komplett gefloppt, einiges steckt in Nischen fest, manches hat noch reichlich Zukunftspotenzial und bald folgen dedizierte GPUs. "Verpennt" hat Intel eigentlich nur den Smartphon-Boom. Darüber dürften sie sich auch noch lange ?rgern. Umgekehrt rotieren manch verlorene AMD-Firmenteile im Grabe, weil irgend jemand kurz vor dem Netbook-Boom die Geode-Sparte abges?gt hat.

        Zitat
        Tut mir leid, aber das ist doch K?se. Wenn dem so w?re, dann w?ren ausschlie?lich Techniker in solchen Positionen zu finden. Dem ist aber nicht so, der Erfolg einer Firma h?ngt von der Ausbildung des CEOs ab! Die Aufsichtsr?te, Vorst?nde und sonstigen Entscheidungstr?ger einer Firma h?tten, wenn dem so w?re, dieses Muster schon seit langem durchschaut und folglich w?ren alle (!) technischen Firmen unter der Leitung von Ingenieuren, am Besten solchen aus der Entwicklung.

        Alleine die Tatsache, dass dies bei weitem nicht der Fall ist sollte ausreichen um diese gewagten Theorien von allen Hobbyfirmenlenkern hier im Forum zu kippen! Bitte auch bedenken, dass die wenigsten, die in solch eine Position kommen ausschlie?lich in einem bestimmten Unternehmensbereich gearbeitet haben, meist kommen die schon ein wenig rum im Laufe ihrer Karriere und haben schon dies und das gemacht.

        Ich arbeite seit 20 Jahren als Entwickler eines gro?en Automobilzulieferers und habe in der Zeit einige Chefs kommen und gehen sehen, Techniker und Kaufleute. Auf die Wettbewerbsf?higkeit und das Wachstum hatte dies keinen wirklichen Einfluss.

        Bitte nicht so tun, als ob der CEO als 1-Mann Team eine Firma leitet, die Innovationen und strategischen Vorst??e werden nicht(!) von diesem entschieden oder entwickelt. In gro?en Firmen sind viele daran beteiligt solche Entscheidungen vorzubereiten (insbesondere die Strategie und die Marktausrichtung - hier kommt die Marktbeobachtung bzw das Benchmarking ins Spiel) und zu treffen. Wer meint das sei anders, der sollte sich vielleicht mal in ein solch gro?es Unternehmen gehen.

        Als CEO muss man ein Stratege sein und das wird man nicht durch eine bestimmte Ausbildung.
        Ich habe Intels Kernmarkt ausdrücklich als Besonderheit wegen dem Duopol genannt. Automobilhersteller sind mangels Marktmacht darauf angewiesen, zu reagieren und brauchen eine detaillierte Marktstrategie um einer Vielzahl Konkurrenten mit einem beschr?nkten Budget m?glichst viele Kunden abzuluchsen. Das ist BWL-Heimterritorium, aber Intel braucht das nicht. Selbst in M?rkten in denen sie neu eingestiegen oder dies wollten, gab es nur 1-2 potenzielle Mitbewerber und keinen Bedarf für ein zweibestes Angebot. Auch dies ist eine Besonderheit der Elektronikbranche: Man kann ein technisch schlechteres Auto bauen und sehr erfolgreich vermarkten, wenn die Produktionskosten und damit Endpreise etwas geringer sind. Aber ob die Herstellung eines Prozessor 10 oder 9 oder 8 Prozent des Budgets verschlingt, hat aufgrund des enormen Entwicklungsaufwandes kaum Einfluss auf das Marktpotenzial.

        Eine feinfühlige BWLer-Strategie kann man hier nur für die Feineinteilung der Produktpalette erarbeiten, zun?chst muss das technisch beste Produkt für den bestehenden Bedarf haben. Ingenieure sind auch nur durchschnittlich, wenn es um die Erkennung letzteren geht, aber sie haben einen Vorteil bei der Produktkonzeption. Respektive auf CEO-Ebene: Sie k?nnen besser einsch?tzen, welcher Aufwand n?tig w?re, um ausgehend vom vorhandenen Know-How erfolgreich in ein neues Gesch?ftsfeld einzudringen. Das ist nur 10 Prozent dessen, was ein guter CEO alles k?nnen muss, aber 10 Prozent mehr sind schonmal keine schlechte Grundlage. "kaum Erfahrung mit dem Halbleitermarkt" schon eher und dass Swan ausdrückliche "neue Denkans?tze" abseits von "Experten" für Intels bisherige St?rken als künftigen Weg sieht, spricht auch von wenig Bewusstsein für technischen M?glichkeiten der Firma. Das er "fasziniert davon ist", wie "sich das Unternehmen in seiner Geschichte mehrfach neu erfunden" hat, obwohl Intel seinen Erfolg zu 80-90% einem seit dem 8086 konsistent aufeinander aufbauenen Produktprotfolio verdankt, macht mich dann geradezu misstrauisch. Gesegnet mit dem enormen Budget Intels wird er sicherlich die Shareholder glücklich machen, aber m?glicherweise hat Intel 2040 dann genauso wenig mit Intel 2020 zu tun, wie IBM 2010 mit IBM 1990 gemeinsam hatte.
      • Von sonny1606 PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von schmiddi2106
        Ich glaube wir tun gut daran nicht alles und jeden über einen Kamm zu scheren. Es gibt BWLer mit technischem Sachverstand und es gibt Ingenieure mit betriebswirtschaftlichem Sachverstand. Eine irgendwie geartete Kombination aus beiden Welten w?re schon nicht schlecht, um als CEO eines Tech-Riesen zu fungieren, ich glaube da sind wir uns alle einig.


        Doch, ist genau dass was ich selbst immer wieder erlebe. Der BWL'ler denkt rein finanztechnisch, das ist seine Welt. Der Techniker (nicht Ingenieur) denkt rein technisch . Der Ingenieur denkt 50-70% technisch und den Rest allround: finanz, marketing....mit dem Blick für Zukunft und das grosse und grossen Visionen siehe steve jobs, gates.... Ingenieure sind oft allrounder mit guten Gefühl für alle zusammenh?nge, probleml?sungen..."Dem Insen?r ist nix zu schw?r"
      • Von Zappaesk Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Intels M?rkte tendieren zu reinen Duo- oder gar beinahe-Monopolen. Das hei?t es gibt keinen Markt vorherzugsagen, sondern es gilt den Markt selbst zu gestalten. Das kann man entweder ausgehend von den technischen M?glichkeiten oder ausgehend von den Kundeninteressen machen, idealerweise einer Kombination aus beiden.
        Soweit, so gut, aber Intel ist doch vor allem deswegen nur in M?rkten mit solchen Strukturen, weil sie eben alles was drumrum passiert ist schlicht verpennt haben. Z.B. der Mobilmarkt als riesiger "neuer" Markt ist weitgehend unbehelligt von Intel entstanden und gewachsen. Hier wurden, trotz Technikern an der Spitze, sich ver?ndernde Kundeninteressen und ein sich ver?ndernder Markt schlicht "übersehen".

        Natürlich kommt jetzt kein Wettbewerber aus dem Nichts und verdr?ngt Intel aus ihrem Kerngesch?ft. Aber es kommen neue Wettbewerber, die mit neuen Produkten Intel aus dem Markt dr?ngen k?nnten. ARM, RISC-V usw sind mittel und langfristig wirkliche Konkurrenz, die auch davon profitieren, das Intel eben nicht wirklich so innovativ ist wie sie ggf sein müssten um diese Gefahr zu bannen.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Intel blickt da auf eine durchaus gro?e Zahl von Erfolgen zurück.
        V?llig unbestritten!

        Zitat von PCGH_Torsten
        Ein BWLer ist aber ein Experte für finanzielle Aspekte und kennt sich eher mit Unternehmensstruktur und Investoren aus, denn mit Kunden oder M?glichkeiten. Ingenieure sind da die bessere Wahl, da sie zwar manchmal Kundeninteressen übersehen (z.B. Stromverbrauch bei Netburst), aber potenzielle Anwendungsgebiete selbst einsch?tzen k?nnen.
        Tut mir leid, aber das ist doch K?se. Wenn dem so w?re, dann w?ren ausschlie?lich Techniker in solchen Positionen zu finden. Dem ist aber nicht so, der Erfolg einer Firma h?ngt von der Ausbildung des CEOs ab! Die Aufsichtsr?te, Vorst?nde und sonstigen Entscheidungstr?ger einer Firma h?tten, wenn dem so w?re, dieses Muster schon seit langem durchschaut und folglich w?ren alle (!) technischen Firmen unter der Leitung von Ingenieuren, am Besten solchen aus der Entwicklung.

        Alleine die Tatsache, dass dies bei weitem nicht der Fall ist sollte ausreichen um diese gewagten Theorien von allen Hobbyfirmenlenkern hier im Forum zu kippen! Bitte auch bedenken, dass die wenigsten, die in solch eine Position kommen ausschlie?lich in einem bestimmten Unternehmensbereich gearbeitet haben, meist kommen die schon ein wenig rum im Laufe ihrer Karriere und haben schon dies und das gemacht.

        Ich arbeite seit 20 Jahren als Entwickler eines gro?en Automobilzulieferers und habe in der Zeit einige Chefs kommen und gehen sehen, Techniker und Kaufleute. Auf die Wettbewerbsf?higkeit und das Wachstum hatte dies keinen wirklichen Einfluss.

        Zitat von PCGH_Torsten
        Ein BWLer, der seine eigene Unkenntnis als Vorteil nennt, ist meist ein schlechtes Zeichen. Solche Leute kann man in Unternehmen mit finanziellen Problemen gebrauchen, die zun?chst einmal sparen und sich dem Druck des bestehenden Martes anpassen müssen. Aber davon ist Intel noch weit entfernt, um an der IT-Speerspitze zu bleiben braucht es vor allem Innovationen und das bedeutet viele strategische Vorst??e von denen sich hoffentlich ein paar auszahlen.
        Bitte nicht so tun, als ob der CEO als 1-Mann Team eine Firma leitet, die Innovationen und strategischen Vorst??e werden nicht(!) von diesem entschieden oder entwickelt. In gro?en Firmen sind viele daran beteiligt solche Entscheidungen vorzubereiten (insbesondere die Strategie und die Marktausrichtung - hier kommt die Marktbeobachtung bzw das Benchmarking ins Spiel) und zu treffen. Wer meint das sei anders, der sollte sich vielleicht mal in ein solch gro?es Unternehmen gehen.

        Als CEO muss man ein Stratege sein und das wird man nicht durch eine bestimmte Ausbildung.
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